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Von Ärzten entwickelt: wirksame Online-Patientenverfügung

Berlin, 9.6.2016

Berliner Unternehmen DIPAT weiß, wie der Patientenwille im Ernstfall beim Arzt ankommt

Seit Ende letzten Jahres sorgt das Berliner Unternehmen DIPAT dafür, dass Menschen ihre Patientenverfügung so formulieren, dass diese im Ernstfall von den Ärzten im Krankenhaus verstanden und wunschgemäß umgesetzt wird. Besonderes Plus: Die Verfügung ist dank eines Signalaufklebers auf der Gesundheitskarte jederzeit im Netz abrufbar. Der Arzt und Publizist Dr. Paul Brandenburg hat DIPAT gegründet und die Patientenverfügung entwickelt. „Herkömmliche Patientenverfügungen sind häufig unklar formuliert und im Ernstfall nutzlos“, sagt Brandenburg. „Mit DIPAT haben wir etwas geschaffen, das unseren Kunden, deren Angehörigen und den behandelnden Ärzten Sicherheit gibt.“ 

Ein quälender Prozess sei es häufig für den Arzt, wenn er in der Klinik für einen schwerkranken Patienten, der sich nicht mehr selbst äußern kann, weitreichende medizinische Interventionen anordnet, obwohl sie ihm mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine gute Lebensqualität mehr bringen werden. „Ärzte sind verpflichtet, im Zweifel alles überhaupt Machbare zu tun, obwohl diese Patienten dies wahrscheinlich gar nicht wünschen“, so Brandenburg. „Doch leider sind Patientenverfügungen entweder nutzlos, weil schwammig formuliert, oder sie kommen nicht in der Klinik an, weil niemand weiß, wo sie überhaupt aufbewahrt werden.“ In diesem Fall kommt dem Patienten eine maximale medizinische Behandlung zugute – für einen hohen Preis. Brandenburg: „Diesen Preis zahlen vor allem die Angehörigen, die am Bett des Patienten leiden und schlimmstenfalls in einen Gewissenskonflikt geraten, weil sie für den Patienten entscheiden müssen. Und natürlich ist die ungewollte intensivmedizinische Behandlung auch für uns alle als Krankenversicherte ein enormer finanzieller Posten, den wir jeden Monat mitbezahlen.“

DIPAT Die Patientenverfügung hat Lösungen für diese Unsicherheiten. „Wir haben einen intelligenten Internet-Dienst entwickelt, der im Grunde nichts Anderes ist, als ein Übersetzungsdienst“, erklärt Brandenburg. „Wir übersetzen den Behandlungswillen unserer Kunden in die Sprache der Medizin.“ Heraus kommt eine präzise Patientenverfügung, die im Ernstfall keinen Interpretationsspielraum zulässt. Die Verfügung wird online hinterlegt, und auf der Gesundheitskarte leuchtet ein Signalaufkleber mit dem Online-Code, mit dessen Hilfe ein Arzt die Verfügung in jedem Fall finden und jederzeit innerhalb von Sekunden abrufen kann.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die dauerhafte Wirksamkeit der Patientenverfügung. Denn im DIPAT-Service sind sämtliche Aktualisierungen enthalten, die im Rahmen der Laufzeit nötig werden. Der Kunde bekommt beispielsweise bei medizinischen Fortschritten oder rechtlichen Änderungen eine persönliche Benachrichtigung, mit dem Hinweis, dass dessen Verfügung aktualisiert werden müsse. „Ein Rundum-Sorglos-Paket also“, meint Brandenburg. „Wir nehmen unsere Kunden beim Verfassen an die Hand, und danach müssen sie sich damit nie wieder beschäftigen. Denn den Rest übernehmen wir.“

Der Dienst kostet über eine Laufzeit von vier Jahren 48 Euro, also 1 Euro im Monat. Er kann jederzeit gekündigt, genau so aber auch problemlos korrigiert werden, sollte der Nutzer seine Meinung ändern. Fragen zur Organspende oder deren Ablehnung sind Bestandteil der Verfügung. Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügung sind als Zusatzbestandteil inklusive.

Über DIPAT

„DIPAT Die Patientenverfügung“ ging Ende 2015 online. Der Berliner Arzt und Publizist Dr. Paul Brandenburg entwickelte den Dienst gemeinsam mit einem Team aus Juristen, Psychologen und Programmierern. Ein Online-Interview ermittelt umfassend den Behandlungswillen des Nutzers. Dabei liefert es ihm anschauliche Beispiele und Entscheidungshilfen. Zusätzliche Beratung ist in aller Regel nicht erforderlich. Das Ergebnis der Befragung wird in einen präzisen Fachtext übersetzt und steht im Akutfall über das Internet zum Abruf bereit. Mittels persönlichem Code-Aufkleber auf der Versichertenkarte ist die Patientenverfügung stets verfügbar. Rettungsdienste und Kliniken benötigen neben einer Internetverbindung keine zusätzliche Technik. Auf Wunsch werden auch weitere medizinische sowie persönliche Informationen erfasst, beispielsweise Allergien und Kontaktdaten von Vertrauenspersonen und Ärzten.

Dr. med. Paul Brandenburg | Arzt, Autor, Geschäftsführer

Dr. med. Paul Brandenburg hat „DIPAT Die Patientenverfügung“ gemeinsam mit einem Team aus Juristen, Psychologen und Programmierern entwickelt. Das Ergebnis setzt einen neuen Standard bei der Patientensicherheit.

Nach seinem Studium in Berlin und Japan nahm Dr. Paul Brandenburg (Jhg. 1978) seine ärztliche Tätigkeit an der Berliner Charité auf. In den folgenden Jahren sammelte er deutschlandweit und international Erfahrung als leitender Arzt in Notaufnahmen, Intensivstationen und in der Rettungsmedizin. Für seine medizinische Forschung in der Transplantationsimmunologie wurde er mehrfach ausgezeichnet. 2013 erschien im FISCHER Scherz Verlag sein Buch „Kliniken und Nebenwirkungen“, welches es in die KulturSPIEGEL-Bestsellerliste schaffte. Heute arbeitet er als selbstständiger Notfallmediziner und Dozent für Mikrochirurgie.

Mehr Informationen

www.dipat.de