Presse

Nur jeder Zweite über 60 hat eine Patientenverfügung – fast alle sind unwirksam

Berlin, 20.7.2016

Repräsentative Befragung

In Deutschland haben 46 Prozent der Menschen, die älter als 60 Jahre sind, keine Patientenverfügung. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Sozialforschungsinstituts Mentefactum im Auftrag des Online-Dienstleisters DIPAT. Um sich für den Ernstfall abzusichern, sollten Sie sich einer ärztlicher Expertise bedienen.

Im Umkehrschluss scheint es erfreulich, dass 54 Prozent dieser Menschen bereits eine Patientenverfügung haben. Allerdings ist davon auszugehen, dass drei Viertel davon im Ernstfall völlig unwirksam sind. „Drei von vier Menschen verlassen sich leider auf wirkungslose Vorlagen, beispielsweise von Ämtern oder Notaren oder auf im Internet angebotene Lückentexte“, sagt Dr. Paul Brandenburg, Notfallmediziner und Geschäftsführer von DIPAT. Der Online-Dienstleister erstellt Patientenverfügungen, die individuell auf den Kunden oder die Kundin zugeschnitten und im Akutfall mit Sicherheit verfügbar und in der Praxis anwendbar sind.

Eine Patientenverfügung im Netz abzuschließen, ist schnell erledigt. Unzählige Anbieter ermöglichen es ihren Kunden und Kundinnen mittels Vorlagen, Lückentexten oder vorformulierten Textbausteinen ihre Patientenverfügung zusammenzustellen und lassen sie mit dem anheimelnden Gefühl zurück, künftig für den Ernstfall abgesichert zu sein. Auch Notare geben sich redlich Mühe, ihre Mandanten seriös abzusichern. Dr. Brandenburg: „In der Regel lassen diese Verfügungen jede ärztliche Expertise und eine Berücksichtigung des individuellen Gesundheitszustandes des Kunden oder der Kundin vermissen.“ Die Folge: Am Krankenbett stellt sich heraus, dass nicht ausreichend genau formuliert wurde und die Verfügung damit wirkungslos ist. „Diese Patienten und Patientinnen erhalten dann das Maximum an medizinischer Versorgung, obwohl sie genau dies eventuell gerade nicht wollten.“

Der Online-Dienstleister DIPAT bietet hier die Lösung. Mittels eines intelligenten Online-Interviews wird der Behandlungswunsch des Kunden bzw. der Kundin und der aktuelle Gesundheitszustand detailliert erfasst und anschließend in ein medizinisches Formular übersetzt, das als klare Handlungsanweisung für Ärztinnen und Ärzte wirksam ist. Diese Patientenverfügung wird umgehend online hinterlegt und kann dann ab sofort jederzeit und von jedem Ort im Internet abgerufen werden. Dank eines Signalaufklebers auf der Versichertenkarte, kann auch ohne die Auskunft von Angehörigen die Patientenverfügung gefunden werden. Der Aufkleber zeigt den Online-Code, hinter dem sich die Verfügung verbirgt.DIPAT_Umfrage

Über DIPAT

„DIPAT Die Patientenverfügung“ ging Ende 2015 online. Der Berliner Arzt und Publizist Dr. Paul Brandenburg entwickelte den Dienst gemeinsam mit einem Team aus Juristen, Psychologen und Programmierern. Ein Online-Interview ermittelt umfassend den Behandlungswillen des Nutzers. Dabei liefert es ihm anschauliche Beispiele und Entscheidungshilfen. Zusätzliche Beratung ist in aller Regel nicht erforderlich. Das Ergebnis der Befragung wird in einen präzisen Fachtext übersetzt und steht im Akutfall über das Internet zum Abruf bereit. Mittels persönlichem Code-Aufkleber auf der Versichertenkarte ist die Patientenverfügung stets verfügbar. Rettungsdienste und Kliniken benötigen neben einer Internetverbindung keine zusätzliche Technik. Auf Wunsch werden auch weitere medizinische sowie persönliche Informationen erfasst, beispielsweise Allergien und Kontaktdaten von Vertrauenspersonen und Ärzten.

Dr. med. Paul Brandenburg | Arzt, Autor, Geschäftsführer

Dr. med. Paul Brandenburg hat „DIPAT Die Patientenverfügung“ gemeinsam mit einem Team aus Juristen, Psychologen und Programmierern entwickelt. Das Ergebnis setzt einen neuen Standard bei der Patientensicherheit.

Nach seinem Studium in Berlin und Japan nahm Dr. Paul Brandenburg (Jhg. 1978) seine ärztliche Tätigkeit an der Berliner Charité auf. In den folgenden Jahren sammelte er deutschlandweit und international Erfahrung als leitender Arzt in Notaufnahmen, Intensivstationen und in der Rettungsmedizin. Für seine medizinische Forschung in der Transplantationsimmunologie wurde er mehrfach ausgezeichnet. 2013 erschien im FISCHER Scherz Verlag sein Buch „Kliniken und Nebenwirkungen“, welches es in die KulturSPIEGEL-Bestsellerliste schaffte. Heute arbeitet er als selbstständiger Notfallmediziner und Dozent für Mikrochirurgie.

Mehr Informationen

www.dipat.de