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Was kostet eine Patientenverfügung?

Eine Patientenverfügung zu erstellen muss nicht teuer sein und ist auch ohne Beglaubigung durch einen Notar gültig. Es lohnt sich durchaus, dabei auf die Erfahrung und das Know-how von Experten zurückzugreifen. Eine Patientenverfügung kann mit einem Notar oder Anwalt, beim Hausarzt oder bei einem Online-Dienstleister erstellt werden. Sie kann notariell beglaubigt werden oder beim Vorsorgeregister hinterlegt sein. Entsprechend variieren die Kosten zwischen 0€ und 200€ pro erstellter Patientenverfügung.

Erfahren Sie, was es kostet, eine Beratung in Anspruch zu nehmen, eine geeignete Methode zur Erstellung einer wirksamen Patientenverfügung zu finden und Ihre Patientenverfügung an sicheren Orten zu hinterlegen.

Patientenverfügung vom Anwalt

Rechtsanwälte bieten Ihnen juristische Beratungen bei der Erstellung einer Patientenverfügung. In rechtlich komplizierten Einzelfällen kann das sinnvoll sein.

Hat eine Patientenverfügung vom Anwalt Vorteile?

Mit einer Patientenverfügung vom Anwalt sind Sie lediglich rechtlich auf der sicheren Seite. Doch eine Patientenverfügung ist ein medizinisches Dokument. Juristen sind häufig eben keine Mediziner und besitzen nicht genug Fachkenntnisse, um eindeutige Anweisungen für einen Menschen mit seiner individuellen (Krankheits-)Geschichte zu formulieren.

Genau das verlangt aber die Rechtsprechung: Verschiedene BGH-Urteile – vor allem der Beschluss aus dem Jahr 2016¹ – haben die Bedingungen für eine Patientenverfügung genau festgelegt. Viele Patientenverfügungen mit ungenauen Formulierungen sind deshalb im Zweifelsfall unwirksam.

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Wie viel kostet eine Patientenverfügung beim Anwalt?

Für eine Beratung zur Patientenverfügung vom Rechtsanwalt sollten Sie mit Kosten von rund 200 € plus Mehrwertsteuer rechnen. Diesen Honorarsatz sieht das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz für eine erste Beratung von Privatpersonen maximal vor. Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung? Manche Versicherer übernehmen die Kosten.

Das Wichtigste zur Patientenverfügung vom Rechtsanwalt:

  • Anwälte bieten nur Beratungen in juristischen Fragen.
  • Es kommt vor, dass Ärzte im Notfall Wünsche nicht umsetzen können, weil der Patientenverfügung vom Anwalt die medizinische Präzision fehlt.
  • Das Honorar liegt bei mindestens 200 € für die Erstberatung.

Patientenverfügung vom Notar

Eine Patientenverfügung muss weder notariell beglaubigt noch beurkundet werden. Bei einer Beglaubigung wird nur die eigenhändige Unterschrift unter der Patientenverfügung oder Vollmacht bestätigt, bei einer Beurkundung auch der Inhalt rechtsverbindlich festgelegt.

Wann ist eine Patientenverfügung vom Notar sinnvoll?

Viele Menschen suchen einen Notar auf, wenn Sie Ihre Patientenverfügung und Ihre Vorsorgevollmacht als gemeinsames Instrument sehen, um komplexe rechtliche Fragen zu klären: Vor allem, wenn es um Handlungs- und Vermögensfragen rund um Immobilienbesitz und/oder Firmeninhaberschaft geht. Dann ist auch eine notarielle Beurkundung einer Patientenverfügung sinnvoll. Ein Notar kommt auch zu Ihnen nach Hause oder ins Krankenhaus, wenn es für Sie nicht mehr möglich ist, ihn aufzusuchen. Ein Notar ist aber weder Arzt oder medizinischer Experte. Deshalb empfehlen viele Notare auch eine zusätzliche Beratung in medizinischen Fragen.

Was kostet eine Patientenverfügung beim Notar?

Wie hoch das notarielle Honorar ist, regelt das Gerichts- und Notarkostengesetz einheitlich. Eine reine Beglaubigung kostet pro Dokument 10 € beziehungsweise 1 € pro Seite plus Mehrwertsteuer. Es gilt immer der höhere Betrag. Die notarielle Beurkundung einer Patientenverfügung kostet standardmäßig nach Notarkostengesetz immer 60 €. Post- und Schreibauslagen kommen noch hinzu.

Das Wichtigste zur Patientenverfügung vom Notar:

  • Eine Patientenverfügung muss weder beglaubigt noch beurkundet werden. Das ist sinnvoll, wenn komplexe Rechtsfragen zu lösen sind.
  • Ein Notar bietet eine reine Rechtsberatung und kommt dafür auch nach Hause oder ins Krankenhaus.
  • Die Beurkundung der Patientenverfügung kostet pauschal 60 €.
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Registrierung einer Patientenverfügung beim Zentralen Vorsorgeregister

Sie können Ihre Patientenverfügung beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer (ZVR)⁵ registrieren lassen. Der Eintrag der Patientenverfügung ist nur in Verbindung mit einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung sinnvoll.

Hintergrund: Das ZVR soll Betreuungsgerichte im Notfall informieren, ob eine nicht mehr entscheidungsfähige Person einen Betreuer oder Bevollmächtigten hat. So vermeidet man gerichtlich angeordnete Betreuungen.

Je nach Datenumfang zahlen Sie für den Eintrag zwischen 13 und 20 €. Wenn Sie Ihre Dokumente ändern wollen, ist das ebenfalls kostenpflichtig.

Das Wichtigste zu Patientenverfügung hinterlegen beim Vorsorgeregister:

  • Haben Sie eine Patientenverfügung selbst oder mit Beratung erstellt, können Sie die beim Zentralen Vorsorgeregister registrieren lassen.
  • Dort ist nur die Existenz der Patientenverfügung hinterlegt, nicht ihr Inhalt
  • Je nach Umfang kostet der Eintrag zwischen 13 und 20 €.

Patientenverfügung vom Arzt

Eine individuelle Patientenverfügung zu erstellen, ist nicht so leicht. Die Formulare enthalten für Laien oft schwer verständliche Begriffe oder Phrasen. Haus- und Fachärzte sowie Palliativmediziner helfen Ihnen bei Unklarheiten und detaillierter Festlegung Ihrer Vorstellungen. Eine Patientenverfügung muss nämlich konkret benennen, in welchen Situationen Sie welche ärztlichen und pflegerischen Maßnahmen wünschen oder ablehnen.

Lohnt sich eine Patientenverfügung vom Arzt?

Ein Hausarzt kennt seine Patienten seit Jahren und damit auch ihre Krankengeschichten. Er kann genau sagen, welche Bereiche Sie in Ihrer Patientenverfügung unbedingt regeln sollten und informiert Sie über Krankheitsbilder und Behandlungsmaßnahmen. Eine Beratung beim Palliativmediziner ist auch möglich. Er hat sich auf Behandlungssituationen und Therapien schwerer Krankheiten und am Lebensende spezialisiert.

Was kostet eine Patientenverfügung beim Hausarzt?

Die Krankenkasse erstattet die als individuelle Gesundheitsleistungen geltenden Beratungskosten zur Patientenverfügung nicht. Sie müssen das Honorar selbst zahlen. Fragen Sie dennoch bei Ihrer Krankenversicherung nach, ob sie vielleicht einen Teil der Kosten übernimmt. Die Kosten für eine ärztliche Patientenverfügung können stark schwanken, da sie sich aus einzelnen Punkten der Gebührenordnung für Ärzte zusammensetzen. Für 30 Minuten Beratungsgespräch etwa empfehlen Ärztekammern eine Gebühr von rund 60 Euro.

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Tipp: Wer bereits in einem Krankenhaus in Behandlung war, kann seine Patientenverfügung zusätzlich dort in die Patientenakte legen lassen. Werden Sie im Notfall behandelt, ist die Patientenverfügung schon da. Beachten Sie aber: Ändern Sie Inhalte Ihrer Patientenverfügung, muss die hinterlegte Patientenverfügung unbedingt ausgetauscht werden. Eine veraltete Patientenverfügung hilft dem behandelnden Arzt im Zweifelsfall nicht weiter.


Das Wichtigste zur Patientenverfügung vom Hausarzt:

  • Haus- und Fachärzte sowie Palliativmediziner können individuell und medizinisch genau beraten.
  • Gerade Hausärzte kennen Patienten und ihre Krankengeschichten seit Längerem.
  • Beratungsgespräche werden privat abgerechnet (rund 60 € für 30 Minuten Beratung)

Patientenverfügung online erstellen

Ob Krankenakte beim Arzt, Depot bei einer Vertrauensperson oder Hinterlegung beim Zentralen Vorsorgeregister – im Notfall können Angehörigen oder Ärzte das Dokument nicht zu jeder Tageszeit und in vollem Umfang abrufen. Die Lösung bietet hier eine digital hinterlegte Online-Patientenverfügung. Die gibt es inzwischen von zahlreichen Anbietern, einige von ihnen hat die Verbraucherzentrale im Jahr 2018 getestet. Dazu gibt es Tipps, wie Sie einen geeigneten Anbieter finden.

Nicht alle Online-Patientenverfügungen sind seriös

Die Verbraucherschützer bemängeln dabei, dass viele der kostenpflichtigen Online-Patientenverfügungen weitgehend eigentlich nur mit den Textbausteinen des Bundesjustizministeriums übereinstimmen. Andere enthielten dafür nur grobe Vorgaben als reine Ankreuzvorlagen oder ungenaue Erweiterungen gängiger Formulierungen, die im Ernstfall nicht weiterhelfen und Entscheidungshilfen geben.

Vorteile der DIPAT-Patientenverfügung

Die Patientenverfügung von DIPAT ermöglicht es Ihnen, eine rechtssichere und medizinisch präzise Patientenverfügung zu erstellen, deren Inhalte fachärztlich laufend überwacht werden. Außerdem erhalten Sie bei medizinischen oder rechtlichen Änderungen auch eine persönliche Benachrichtigung. Die Patientenverfügung ist rund um die Uhr tagtäglich für Ärzte im Notfall online abrufbar. Und fällt im Notfall sofort auf: Ein Signalaufkleber mit Online-Abrufcode auf Ihrer Versichertenkarte weist unübersehbar auf Ihre Patientenverfügung hin. Übrigens: Die DIPAT-Patientenverfügung ersetzt zudem den Organspendeausweis und enthält auf Wunsch auch eine Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.

Was kostet eine Patientenverfügung von DIPAT?

30 Tage lang können Sie die DIPAT-Leistungen kostenfrei testen. Danach wechseln Sie automatisch in den DIPAT-Tarif in Höhe von jährlich 48 €.

Das Wichtigste zur DIPAT Patientenverfügung online:

  • Unter den Anbietern von Online-Patientenverfügungen gibt es nur wenige, die den Ansprüchen von Verbraucherschützern genügen.
  • Die DIPAT-Patientenverfügung bietet ein rechtssicheres und medizinisch präzises Dokument, das rund um die Uhr online abrufbar ist.
  • Nach einem kostenlosen Test-Monat beträgt der Jahrestarif 48 €.
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Heike Byn bei DIPAT Die Patientenverfügung

Ein Beitrag von

Heike Byn

Freie Autorin & Journalistin

Verfasst medizinisch fundierte Fachartikel mit Expertise vor allem in Gesundheits-, Familien- und Gesellschaftsthemen.

Zitate und Quellen

¹ Beschluss des Bundesgerichtshofs zu erforderlichen Angaben in einer Patientenverfügung vom 6.7.2016:
https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=75565&pos=0&anz=1

² Textbausteine zur Patientenverfügung beim Bundesjustizministerium:
https://www.bmjv.de/DE/Service/Formulare/Formulare_node.html;jsessionid=08883913AE0C1970B2BFB982F48E97AF.1_cid334

³ Vorsorge-Set der Stiftung Warentest:
https://www.test.de/Vorsorge-Set-Formulare-zum-Download-5258827-0/

Musterformulare für Patientenverfügungen der Landes-Ärztekammern:
https://www.bundesaerztekammer.de/patienten/patientenverfuegung/muster-formulare/

Zentrales Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer:
https://www.vorsorgeregister.de/privatpersonen