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ältere Frau arbeitet am Laptop

Vorlagen für Patientenverfügungen – darauf sollten Sie achten

3 min Lesedauer

24. Januar 2018

Wer eine Patientenverfügung erstellen möchte, verwendet häufig Vorlagen. Dabei sind viele Verfügungen bekanntermaßen unwirksam. Worauf müssen Sie achten?

Viele Menschen erstellen eine Patientenverfügung, weil sie sicherstellen wollen, dass sie am Lebensende nicht lange leiden müssen, ohne die Aussicht auf Besserung zu haben. „Eine Verfügung muss präzise Anweisungen enthalten“, rät Dr. med. Paul Brandenburg, Notarzt und Gründer von DIPAT. Formulierungen wie „wenn keine Aussicht mehr auf Heilung besteht“ sind für Ärzte daher zu ungenau.

 

Darum sind Millionen Patientenverfügungen unwirksam

Wer eine Patientenverfügung erstellen möchte, bedient sich häufig eines Mustertextes. Anbieter solch allgemeiner Vorlagen haben oft einen juristischen Hintergrund. Gleichzeitig ist der Großteil aller in Umlauf befindlichen Patientenverfügungen in der Praxis bekanntermaßen wirkungslos. Bereits im Juli 2016 erklärte das BGH faktisch Millionen Patientenverfügungen für wirkungslos, weil diese zu unpräzise waren. Ungenaue Formulierungen, veraltete Angaben – 90 Prozent aller Patientenverfügungen, die es zum Beispiel als Vorlage kostenlos im Internet gibt, helfen nicht weiter, wenn es um die Entscheidung um Leben oder Tod geht.

 

Darauf sollten Sie bei Vorlagen achten

Entscheidend bei der Erstellung einer Patientenverfügung ist inhaltliche Präzision. Denn wo immer Unklarheiten über den Willen des Patienten bleiben, wird ein Arzt sich eher für die Fortsetzung einer Behandlung entscheiden. Medizinischen Laien bereitet es jedoch Schwierigkeiten, Situationen und medizinische Maßnahmen, die sie nie selbst erlebt haben, konkret zu beschreiben, deswegen greifen viele auf unzureichende Vorlagen zurück. Auch Anwälte und Notare sind ganz überwiegend medizinische Laien. Auch von ihnen kann man keine medizinische Fachkenntnis erwarten. Bei der Erstellung einer Patientenverfügung ist daher dringend die Hinzuziehung von Fachärzten insbesondere der Notfall-, Intensiv- und Palliativmedizin zu empfehlen.

Außerdem muss eine Patientenverfügung regelmäßig aktualisiert werden, um mit medizinischen Neuerungen und rechtlichen Veränderungen Schritt zu halten. Und: Im Ernstfall muss die Patientenverfügung für den Arzt sofort einsehbar sein. Dazu sollte der Patient die Verfügung entweder stets bei sich führen – oder diese muss online ohne Zeitverzögerung abrufbar sein. Eine Patientenverfügung, die nicht auffindbar ist, kann nicht umgesetzt werden.

 

DIPAT – individuell, wirksam, aktuell

Seit einigen Jahren sorgen wir von DIPAT für ausführliche und inhaltlich präzise Formulierungen, anhand derer ein Arzt weiß, wie er handeln muss. Notarzt Dr. Paul Brandenburg hat DIPAT entwickelt, um mehr Klarheit und Sicherheit bei Patienten und Ärzten zu schaffen. Die DIPAT-Patientenverfügung ist nicht einfach nur eine Vorlage. Sie wird individuell erstellt, ist klar formuliert, ausführlich, kann sofort aktualisiert und abgerufen werden. Das ist vor allem dann wichtig, wenn der Arzt binnen Minuten eine Entscheidung treffen muss. Alle DIPAT-Kunden erhalten einen persönlichen Abrufcode, den sie auf ihre Versichertenkarte kleben. Während der Arzt den Patienten versorgt, kann der Sanitäter die Patientenverfügung abrufen.

Die DIPAT-Patientenverfügung kann ständig aktualisiert werden und kostet im Jahr 48 Euro. Mit dieser digitalen Patientenverfügung werden die Behandlungsvorstellungen für medizinische Situationen, Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, Organspende, das Auskunftsrecht für Angehörige und weitere medizinische Details geklärt.

 

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4 Kommentare

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  1. Uwe Thoms (19.02.2018 - 19:43 Uhr)

    Ich befasse mich zum ersten Mal mit diesem Thema. Bin gespannt, wie das weitergeht.
    Dasselbe gilt für meine Lebensgefährtin. Sie ist 80 Jahre und ich bin 82 Jahre alt.
    Also wird’s Zeit.

    • Franziska Weber (20.02.2018 - 11:08 Uhr)

      Lieber Herr Thoms,

      Eine Patientenverfügung ist in jedem Alter eine gute und richtige Entscheidung. Laut einer Statista-Umfrage aus dem Jahr 2014 planen 34% der über 60-jährigen, eine Patientenverfügung erst noch zu erstellen. Es gibt also viele Menschen, die sich erst spät mit dem Thema beschäftigen.

      Viele Grüße, Ihr DIPAT-Team

  2. harald atlas (08.05.2018 - 10:02 Uhr)

    hallo, im kopf befasse ich mich schon länger mit der patientenverfügung und der vorsorgevollmacht. ich habe auch schon mehrere formulare zu hause aber konnte mich nicht entscheiden welches sinnvoll ist.
    nun steht eine op an, ein grund sich damit auseinander zu setzen. ich bin 64 jahre jung.

  3. Heinz - Gerd Reese (20.09.2018 - 11:34 Uhr)

    Hallo! Zum 1. mal auf der Website von DIPAT zunächst erschrocken über Kosten von 48 € p. A. Andererseits bekomme ich für mtl. 4 € die Sicherheit, dass im Notfall mein Wille tatsächlich umgesetzt wird. Als meine demente 89jährige Mutter als Notfall ins Krankenhaus kam, musste ich mich in einem 1stündigen Gespräch gegen Ärzte zur Wehr setzen, die noch nachts eine große Bauch OP machten wollten, weil sie angeblich nur so feststellen können, ob sie sich wirklich in einem unabwendbaren Sterbeprozess befindet. Dagegen half nur eine gute Patientenverfügung sowie die Betreuungsvollmacht und meine Standhaftigkeit, andernfalls wäre sie diesen Ärzten ausgeliefert gewesen und in ihrer letzten Nacht noch unnötig gequält worden.

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