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Engelsfigur auf Grab

Prekäre Lücken: Wenige sorgen für eigene Krankheit oder den Tod vor

1 min Lesedauer

17. September 2015

Laut einer aktuellen forsa-Umfrage zur Generationenverantwortung wächst in der Bevölkerung zwar das Bewusstsein für die eigene Vorsorge, jedoch werden noch zu selten tatsächlich Vorkehrungen für den eigenen Krankheits- oder Todesfall getroffen.

Über 1000 Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 100 Jahren wurden im Rahmen der Studie zu ihrem Engagement für andere, ihren Erfahrungen und Einstellungen zur Pflege sowie der Vorsorge für den eigenen Krankheits- und Todesfall befragt. Knapp die Hälfte aller Befragten (46%) beschäftigt der Gedanke an die eigene Pflegebedürftigkeit häufig, wobei sich deutlich mehr Frauen (53%) als Männer (40%) mit dem Thema auseinandersetzen. Konkret nach der Vorsorge gefragt, gaben ganze 76 Prozent der Studienteilnehmer an, bereits im familiären Umkreis über eine Patientenverfügung gesprochen zu haben. Die Patientenverfügung hat somit, zumindest theoretisch, in der Relevanz der Vorsorgedokumente einen höheren Stellenwert als Vorsorgevollmacht oder Testament, welche auf 68 bzw. 64 Prozentpunkte kommen.

Angesichts des hohen Bewusstseins um die Notwendigkeit der Vorsorge sind die Ergebnisse hinsichtlich der tatsächlichen Vorkehrungen gleichermaßen erstaunlich wie alarmierend: Lediglich 32 Prozent der Befragten haben oben genannte Verfügungen für sich erstellt. Noch weniger Teilnehmer, nämlich 8 Prozent, haben die eigene Trauerfeier vorab organisiert. Walter Capellmann, Hauptbevollmächtigter der Monuta N.V. Niederlassung Deutschland, sieht diesen Widerspruch in einer allgemeinen Unsicherheit begründet:
Zwar sind auch die Themen Sterben und Tod im Alltag der Deutschen allgegenwärtig. Jedoch existieren hier weiterhin auch Unsicherheit und Berührungsängste.
Diese Ängste schnellstmöglich abzubauen ist eine Herausforderung, der sich unsere Gesellschaft aktuell stellen muss: um eine drohende Vorsorge-Lücke in Deutschland zu schließen und – ganz im Sinne der Generationenverantwortung – Angehörige finanziell wie auch organisatorisch zu entlasten.

 

Quelle:
Unternehmen-heute.de: Neue forsa-Umfrage zur Generationenverantwortung enthüllt alarmierende Vorsorge-Lücke, 16.09.2015, www.unternehmen-heute.de

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