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Bundestag verabschiedet neues Hospiz- und Palliativgesetz

1 min Lesedauer

05. November 2015

Mit großer Mehrheit hat der Bundestag heute das neue Hospiz- und Palliativgesetz verabschiedet. Dieses beinhaltet Neuregelungen für die Versorgung am Lebensende – sowohl in der ambulanten Pflege zuhause als auch in der stationären Betreuung in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Hospizen. In Kraft treten soll das Gesetz zum neuen Jahr.

Die Palliativversorgung in Deutschland soll ab 2016 deutlich gestärkt werden. Das neue Gesetz beinhaltet hierzu folgende Eckpunkte:

  • Sterbebegleitung wird ausdrücklicher Bestandteil des Versorgungsauftrags der sozialen Pflegeversicherung. Die Zusammenarbeit von Pflegeheimen und Haus- bzw. Fachärzten ist nicht mehr freiwillig sondern vertraglich gesichert. Kooperierende Ärzte erhalten hierfür eine zusätzliche Vergütung.
  • Um in ländlichen Regionen den weiteren Ausbau der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung zu beschleunigen, wird ein Schiedsverfahren für entsprechende Versorgungsverträge der Krankenkassen mit den versorgenden Teams eingeführt.
  • Die finanzielle Ausstattung von Hospizen wird verbessert. Der Mindestzuschuss der Krankenkassen soll erhöht werden, zudem steigen die von den Krankenkassen getragenen zuschussfähigen Kosten von 90 Prozent auf 95 Prozent.
  • Bei den Zuschüssen für ambulante Hospizdienste werden künftig neben den Personalkosten auch die Sachkosten berücksichtigt (wie bspw. Fahrtkosten).
  • Die Krankenkassen werden zur Beratung der Versicherten bei der Auswahl verschiedener Leistungen der Palliativ- und Hospizversorgung verpflichtet.

Voraussichtlich 200 bis 300 Millionen Euro zusätzlich sollen die Krankenkassen ab 2016 jährlich für einen flächendeckenden Ausbau und die bessere Versorgung todkranker Menschen ausgeben. Bisher waren es im Jahr rund 400 Millionen.

 

Quelle:

Zeit online: Bundestag beschließt bessere Versorgung Sterbender. 05.11.2015, www.zeit.de

2 Kommentare

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  1. Dr. phil. Günter Brandenburg (01.03.2018 - 09:12 Uhr)

    Hier sind “Profis” am Werk, die sehr klug über Fragen aufklären, die mich tatsächlich auch interessieren. Es ist sehr überzeugend dargestellt, warum DIPAT für sehr viele, wichtige Dinge regelt. Wenn die BARMER auch die Kosten der DIPAT für ihre Versicherten übernehmen würde, wäre es auch wirtschaftlich gut. Die TechnikerKrankenkasse ist hier, wie auch sonst, vorbildlich und sorgt gut für ihre Versicherten.

    • Janine Kaczmarzik (08.05.2019 - 15:39 Uhr)

      Lieber Herr Dr. Brandenburg,

      auch mit etwas Verzögerung wollen wir uns noch ganz herzlich für Ihr positives Feedback bedanken. Es freut uns immer sehr, wenn unsere Kunden den Nutzen der DIPAT-Serviceleistungen erkennen und wertschätzen.

      Aktuell können wir uns über eine Kooperation mit einer großen gesetzlichen Krankenkasse freuen, die es Ihren Mitgliedern ermöglicht, zu einem vergünstigten Tarif eine Patientenverfügung bei DIPAT abzuschließen. Hier im Bereich Aktuelles auf unserer Website werden wir Sie auch in Zukunft zu den neuesten Entwicklungen rund um das Thema informieren.

      Viele Grüße aus Leipzig
      Ihr DIPAT-Team

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